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Heinz Rühmann

Der deutsche Schauspieler Heinz Wilhelm Rühmann (* 7. März 1902 in Essen; † 3. Oktober 1994 in Berg-Aufkirchen am Starnberger See) war einer der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Schauspieler des 20. Jahrhunderts. Er spielte hauptsächlich in Komödien, so auch in Die Feuerzangenbowle. Später war er auch Charakterdarsteller, wie in Der Hauptmann von Köpenick.

Seinen Eltern gehörte eine Bahnhofsgaststätte, vor der Rühmann seine ersten Auftritte hatte. Die Geschäfte der Bahnhofsgaststätte entwickelten sich sehr positiv. Die Rühmanns konnten 1913 das neu eröffnete Hotel Handelshof in Essen mit Cafés, Restaurants, einem Weinsalon und verschiedenen Geschäften übernehmen. Bald darauf mußten sie jedoch Insolvenz anmelden. Und so kam eins zum anderen. Die Ehe der Eltern zerbrach und der Vater beging Suizid.

Heinz Rühmann machte lustlos das Abitur. Sein Ziel war Schauspieler zu werden. Seine Mutter unterstützte ihn als er einer Münchner Laienspielbühne beitrat. Seine Karriere begann früh und man wurde schnell auf ihn aufmerksam. Rühmann bekam schon bald ein Engagement an beiden Bühnen des Lobe-Theaters.

Der Erfolg blieb in den nächsten Wochen aufgrund seiner relativ geringen Körpergröße und seines jungenhaften Aussehens aus und exzentrische Kleidung sowie entsprechender Habitus in der Öffentlichkeit solltes es ausgleichen. Nach etwa einem Jahr wechselte Rümann zum Residenztheater Hannover. Danach nahm er eine Anstellung in Bremen an, und zwar spielte er die Hauptrolle in Der Mustergatte. Sie entsprach seiner persönlichen Ausstrahlung und wurde für ihn endlich zum großen Erfolg.

Nach einigen Jahren des Erfolg, erlitt Rühmann wieder einige Niederlagen, bis die Bayerische Landesbühne ihn unter Vertrag nahm. Es handelte sich um ein Tourneetheater ohne festes Haus. Hier lernte er die attraktive Frau, ein Ensemblemitglied, die unter dem Künstlernamen Maria Herbot auftrat, kennen und engagierte sie als Privatregisseurin.

Am 9. August 1924 heirateten sie. Die Ehe scheiterte jedoch 1938, weil sie sich aus beruflichen Gründen immer weniger sahen. Rühmann machte bald Karriere als Filmschauspieler. Ende der 1920er Jahre wurde er zum erfolgreichen Bühnenschauspieler.

So sicherte er sich wirtschaftlich ab und erfüllte sich einen Jugendtraum, indem er den Pilotenschein machte und sich ein eigenes Flugzeug kaufte.

1932 hatte Rühmann seinen Höhepunkt in der Karriere. Die Ufa schloss einen Dauervertrag mit ihm ab. Er wurde somit einer der bestbezahlten Schauspieler des Deutschen Reichs.

1938 führte Rühmann Regie bei dem Film Lauter Lügen und lernte die Wiener Schauspielerin Hertha Feiler kennen, die er 1939 heiratete. 1942 wurde ihr Sohn Peter geboren.

Rühmann hat auch zahlreiche Schallplatten aufgenommen. Seine berühmtester Song war das Seemannslied Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern. 1994 erhielt er eine Goldene Schallplatte für 250.000 verkaufte CDs.